ZITRONE DES NORDENS - SANDDORN
Pure Sonnenenergie gespeichert in leuchtend orangen Früchten. Der sommergrüne Strauch mit den markanten Dornen versorgt uns als stärkender Vitamin-Cocktail in der Erkältungszeit.
Ob karge Sanddünen, kiesige Fluss-Auen oder alpine Schotterflächen: Auf nährstoffarmen Böden ist der Sanddorn ganz in seinem Element. Indem er ihn mit seinem tief und weit reichenden Wurzelsystem durchpflügt, festigt er losen Untergrund und reichert diesen mit Nährstoffen an, sodass auch andere Pflanzen Fuß fassen können. Dass die ursprünglich aus Nepal stammende Pionierpflanze bei uns heimisch geworden ist und z. B. in der Lobau und entlang von Gebirgsflüssen wie Salzach und Inn wächst, kommt auch den Tieren zugute: Im Winter dienen die Früchte Füchsen, Wildschweinen und Vögeln, z. B. dem Fasan, als wichtige Nahrungsquelle, daher auch der Name Fasanenbeere. Und während uns die dornigen Zweige die Ernte erschweren, bieten sie vielen Tieren Schutz, um ihre Jungen ungestört aufzuziehen. Gut also, dass sich der Sanddorn per Wasser, Wind und Vogelverdauung weiterverbreitet. Zum Keimen brauchen die Samen viel Licht, Schatten verträgt der Sanddorn eher schlecht. Dafür verdichtet er das aufgenommene Licht von Anfang August bis Anfang Dezember in seinen auffälligen Früchten, die praktisch den gesamten Vitaminkomplex enthalten. Insgesamt weist der Sanddorn mehr als 100 bioaktive Substanzen auf. Darunter finden sich B-Komplex-Vitamine, die Vitamine D, E, F, K und besonders viel Vitamin C sind in den Beeren zu finden. Pro 100 g Fruchtfleisch sind es zwischen 200 und 900 mg – und damit deutlich mehr als bei Zitrusfrüchten. Neben Zink, Eisen, Kalzium, Selen, Kupfer und etwa 18 Aminosäuren produziert der Sanddorn in Symbiose mit Bakterien auch geringe Mengen Vitamin B12, das sonst fast ausschließlich in Lebensmitteln tierischen Ursprungs vorkommt.
Der Booster für die Abwehrkraft.
Seine zahlreichen Nährstoffe sind es auch, die den Sanddorn für die Volksheilkunde so interessant machen: In Form von Säften und Extrakten werden die Vitamin-C-reichen Früchte zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten verwendet. Auch bei Entzündungen, fieberhaften Infekten und in der Rekonvaleszenz leisten sie gute Dienste. Positiv auf den Haut- und Knochenstoffwechsel kann auch das aus frischen Knospen gewonnene Gemmo-Mazerat wirken. Dieses wird zudem genutzt, um die Abwehrkräfte und die Anpassungsfähigkeit des gesamten Organismus anzuregen. Remineralisierend, antioxidativ und entzündungshemmend kann es für alle Zellen des Körpers zum Jungbrunnen werden.